Warum Ruhestandsplanung?
Viele Menschen besitzen die verschiedensten Produkte zur Altersvorsorge, aber kaum jemand hat hierfür einen Plan und ein Konzept.
Die meisten Menschen verfolgen aufmerksam die Entwicklung der Renten und haben selbst privat mit
Lebens-, Rentenversicherung, verschiedenen Kapitalanlagen oder Immobilien vorgesorgt. Analysiert man dies jedoch genauer, stellt man fest, dass es sich häufig mehr um eine Ansammlung verschiedenster Vorsorgeprodukte unterschiedlichster Anbieter handelt. Häufig werden die Produkte und Ihre Wirkungsweise nicht exakt verstanden oder missinterpretiert. Selten verbirgt sich dahinter ein klares Konzept, wonach in die Spar- und Anlageformen gemäß eines konkreten Planes investiert wurde.
Man kann das etwa damit vergleichen, als wolle man ein Haus bauen und beginnt als erstes damit, Fenster, Türen, Fließen und Böden zu kaufen, ohne Art, Größe und Anzahl zu wissen, denn der Architekt hatte noch gar keinen Plan erstellt. So ist es auch bei der Altersvorsorge wenig sinnvoll zuerst Produkte von Banken, Versicherungen oder Finanzdienstleistern zu kaufen, ohne vorher einen Plan und ein Konzept ausgearbeitet zu haben.
Die Entwicklung der gesetzlichen Rente
Ein heutiger Rentner bezieht den Großteil seiner Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Dagegen werden künftige Rentner nur noch einen geringen Teil ihrer Rente aus der gesetzlichen Rentenkasse erhalten. Man kann davon ausgehen, dass ein durchschnittlicher Arbeitnehmer höchstens noch 40 % des letzten Nettoeinkommens als gesetzliche Rente erhalten wird.
Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielschichtig, aber hauptsächlich in der demografischen Entwicklung der deutschen Bevölkerung zu suchen. Immer weniger Beitragszahler müssen die Rente für immer mehr Rentner finanzieren. Dazu kommt, dass die Lebenserwartung im Durchschnitt ebenfalls steigt (Langlebigkeitsrisiko). Deswegen muss die private und betriebliche Initiative zur Altersvorsorge wachsen, wenn im Ruhestand ein angemessener Lebensstandard gesichert sein soll. Und je früher man damit beginnt die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, desto besser und vor allem günstiger ist es.
Es ist noch Leben da, aber keine Rente mehr!
In diesem Spruch von Johannes Heesters steckt leider sehr viel Wahrheit. Wir haben die Erfahrung machen müssen, dass fast alle unsere Kunden unabhängig von Einkommen im späteren Rentenalter pleite gewesen wären - trotz vielfach abgeschlossener Renten- und Lebensversicherungen und den verschiedensten Kapitalanlagen. Denn die zugrunde liegenden Produktangebote und Berechnungen enden meist mit der im Alter von 67 Jahren wahrscheinlich erreichen Rente oder der voraussichtlichen Kapitalauszahlung zu diesem Zeitpunkt. Wie lange jedoch dieses Geld eine ausreichende Rente ermöglicht, bleibt unbehandelt. Das Langlebigkeitsrisiko wird verschwiegen.
Dabei ist dies die wichtigste aller Fragen: „Wie lange reicht das Geld in der Rentphase eigentlich nach Inflation und Steuern?" Die kalkulierten Renten werden im Laufe der Zeit durch Inflation und Steuern immer weniger reale Kaufkraft bringen und oftmals bis hin zu heutigem Hartz IV Niveau sinken. Zudem wird der Erhaltungsaufwand im Alter für Eigenheim, Gesundheit, Pflege und Lebensqualität wesentlich höher ausfallen als befürchtet.
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